Premiere vollauf geglückt

Diese Premiere hatte es in sich: Zur ersten Gewerbeschau in Illerrieden kamen Tausende Besucher. Sie waren angetan und auch die Verantwortlichen und Aussteller waren zufrieden.

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Gab es am Sonntag ein Ausflugsziel, dann war dies für viele Illerrieden. Der Grund dafür, dass Radler, Motorrad- und Autofahrer, Fußgänger und Oldtimer-Bulldogs in konstantem Strom die Gemeinde ansteuerten, war eine Premiere: die erste örtliche Gewerbeschau. In und um die Illertalhalle präsentierten sich 35 Aussteller mit einem breiten Spektrum an Produkten und Dienstleistungen.

„Ich bin begeistert“, erklärte Bürgermeister Jens Kaiser schon am Nachmittag. „Ein tolles Event“, kommentierte auch Norbert Huber, Organisationsleiter der Sportfreunde. „Gut, dass sich Illerrieden präsentiert“, meinte Besucher Bruno Scherb, der am Ort wohnt. Rainer Schwarzmann und die Mitglieder des Gewerbevereins dürften das gerne hören.

Überhaupt schien alles wie am Schnürchen zu laufen – egal ob Aufbau am Vortag, den Schwarzmann mit „reibungslos, schnell und ohne Unfall“ beschreibt, oder die Eröffnung mit dem Schultes, zu der schon rund 70 Personen gekommen seien. Der Chef des erst im vergangenen Jahr gegründeten Gewerbevereins mit aktuell 24 Mitgliedern verbirgt seine Freude über die hervorragende Resonanz nicht. „Wir sind voll und sowohl was die Größe als auch die Kapazität der Halle anbelangt an der Grenze.“

Eine erste Bilanz des Gewerbevereins-Chefs Schwarzmanns zur Halbzeit gegen 15 Uhr: „90 Prozent der Anbieter sind sehr zufrieden.“ Dass manchem sein Stand zu klein war, sei das einzige Manko. „Die Quadratmeterzahl und die Anzahl der Stände sind vorgegeben. Vielleicht können wir bei einer Neuauflage unsere Fläche erweitern“, hofft er. Der Vorsitzende denkt dabei an die Ballspielhalle, die aufgrund des empfindlichen Bodens dieses Mal nicht genutzt werden konnte. Ausdehnen möchte er zudem den Bewirtungsbereich. Nicht nur er. So denkt auch Norbert Huber, Organisationsleiter der Sportfreunde, die sich im Zelt um die Getränke kümmern, während die Musiker für das Essen verantwortlich zeichnen. Insgesamt sorgten rund 40 Ehrenamtliche aus beiden Vereinen für das Wohl der Gäste, bilanziert er.

Wie groß war die Nachfrage? „Stoßzeit war von 11.30 bis 13.30 Uhr. Alles war voll, sodass wir zusätzliche Garnituren für die Besucher aufstellen mussten.“ Und er fügte hinzu: “ Uns fehlen die Erfahrungswerte.“ Bei einer Wiederholung benötige man ein größeres Zelt und mehr Platz für die Küche.

Bruno Scherb und Robert Reich sind Illerrieder und loben die Veranstaltung. „Im neuen Industriegebiet gibt es Firmen, von denen man nicht genau weiß, was sie eigentlich herstellen“, bemerken die beiden. Die Ausstellung sei eine prima Gelegenheit, sich darüber zu informieren. Mehr noch: „Wenn das Gewerbe hier am Ort ist, dann nehme ich es auch in Anspruch, wenn ich etwas brauche“, sagt Robert Reich. Da habe er mehr Vertrauen und die Beratung sei ebenfalls gut. „Die Anbieter an den Ständen sind sehr offen, erklären alles.“ Die beiden Männer finden die Präsentation gelungen.

Doch das ist längst nicht alles, was es am Sonntag zu sehen gab. Die Feuerwehr zeigte ihre Leistungsbereitschaft bei einer „Unfallsimulation“, bis aus Kißlegg fuhren Oldtimer-Bulldogs an. Sie bekamen eine Menge Aufmerksamkeit. Vorträge zu diversen Themen, einmal sogar mit dem Triathlon-Weltmeister Daniel Unger, ein Kinderprogramm sowie Livemusik im Zelt sorgten für Kurzweil und Information.

Von einer Enttäuschung spricht der Vorsitzende bei all dem Positiven aber auch: „Der Süßwarenhändler, der ebenfalls eine Kinderhüpfburg zur Verfügung stellen wollte, ist nicht gekommen, hat sich nicht einmal entschuldigt.“

Was das Finanzielle anbelangt, so hofft der ausrichtende Verein, „mit einem blauen Auge davon zu kommen.“ Ausdrücklich hebt er in diesem Zusammenhang die Hilfe der Gemeinde, die unter anderem die Halle kostenlos zur Verfügung stelle, hervor. Seitens des Bürgermeisters besteht großes Interesse an einer Wiederholung der Gewerbeschau. „Für die erste Auflage ist es spitzenmäßig. Alle zwei bis drei Jahre wäre sicherlich eine tolle Geschichte.“

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