Oldtimerfans kommen bei Oktoberfest voll auf ihre Kosten

Königseggwald feiert drei Tage lang mit Musik und guter Laune

Oldtimerfreunde zeigen ihre Fahrzeuge. Hier ist ein Geräteträger von Schmotzer (Baujahr 1964) zu sehen.
Oldtimerfreunde zeigen ihre Fahrzeuge. Hier ist ein Geräteträger von Schmotzer (Baujahr 1964) zu sehen.

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Königseggwald bay Zum fünften Mal in Folge ging auf dem Gelände der Wälder Brauerei das Oktoberfest über die Bühne. In der festlich dekorierten Halle, die sonst das ganze Jahr über als Getränkelager dient, ging an drei Tagen musikalisch immer wieder regelrecht die Post ab. Bereits zum Auftakt am Freitagabend war eine Green-Mamba-Party angesagt, bei der DJ Tropicana fetzige Platten auflegte und für gute Laune sorgte. Beim Fassanstich am Samstag kurz nach 20 Uhr heizten dann die Auenwälder aus dem Unterland von Backnang den zahlreichen Gästen musikalisch wirklich richtig ein. Am Sonntag schließlich gab es den absoluten Höhepunkt mit einem Frühschoppenkonzert, bei dem der Musikverein Wilhelmskirch flott aufspielte. Für gute Unterhaltung am Nachmittag sorgte der Musikverein Deggenhausertal-Lellwangen.

Die hartgesottenen, umtriebigen Oldtimer-Fangruppen, unter anderem aus Dieterskirch, Kißlegg, Mengen, Ostrach, Steinhilben und Tübingen, waren am Sonntag die eigentliche Hauptattraktion des Oktoberfestes. Schon ihre urigen Vereinsnamen wie Kolbenquäler Schwabenland oder Oberländer Zahnradbeißer ließen tief blicken. Einer der Hingucker war ein typischer, knallroter amerikanischer Straßenkreuzer, eine Thunderbird-Limousine Baujahr 1964, 300 PS mit einem V8-Motor. Immer natürlich, wenn es um ältere Bulldogs, sprich Zugmaschinen geht, sind die Lanz-Maschinen, vorne noch mit den Glühköpfen zum Vorwärmen für den Start, nicht wegzudenken. So war ein Unzinele Bukaresti zu bestaunen, der aus der ehemaligen Aulendorfer Landmaschinenfabrik stammt, Baujahr 1953. Möglicherweise aber schoss wieder der Strohmer-Geräteträger den Vogel ab, Baujahr 1964 mit 20 PS, auf dem zwei Bediener und ein Fahrer ihre Plätze einnehmen können.

Der Geschäftsführer von „Wälder Bräu“ Königseggwald, Braumeister Michael Schmid, stach am Samstagabend, gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Wolfgang Blien, das erste Fass an und mit nur zwei kräftigen Schlägen, das war rekordverdächtig, und die Festbesucher quittierten dies mit viel Beifall, schließlich ist im ersten Fass nur lauter Freibier drin. Neu im Sortiment der Wälder-Bräu-Biere ist seit einiger Zeit ein Spezial-Export, das im Handumdrehen ein Aroma, einen guten Geschmack auf der Zunge entwickelt, der viel von einem echten Kulturgut der Braukunst verrät. Achtzehn Mitarbeiter sind derzeit im „Wälder Bräu“ beschäftigt; darunter eine auffallend angenehme Persönlichkeit Namens Rafael Nellesen, der als Betriebsarbeiter die „gute Seele“ des Hauses verkörpert.

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